Aktivitäten und Aktuelles

Hier finden Sie so Einiges, was der Verein in den letzten Jahren gemacht hat bzw. was zur Zeit gemacht wird.

Songs gegen Rechts am Freitag, dem 21.09.2018

„Schwere Zeiten erfordern besondere Aktivitäten. Wir müssen aufstehen und zeigen, dass wir mehr sind, als diese rechtsradikalen Schreier und Pöbler. Deshalb setzt unser Verein zusammen mit der Gemeinde Marpingen ein Zeichen“, so der Vereinsvorsitzende Eberhard Wagner in seiner Begrüßung. In den nunmehr 10. Marpinger Mühlengesprächen präsentierte der Verein „Wider das Vergessen und gegen Rassismus“ zusammen mit der Gemeinde Marpingen und unter Mithilfe der Kreissparkasse St. Wendel "Songs gegen Rechts", dargeboten von dem bekannten Künstler Jürgen Brill und seiner Band „Brillant". IMG 20180921 WA0002
„Blickt man nach Chemnitz oder Köthen oder verfolgt, was AFD-Mitglieder und andere rechte Politiker so von sich geben, kann einem Angst und Bange werden", so Wagner weiter in seiner Begrüßung. Wie im Saargebiet der 1933er und 1934er Jahre scheine eine schleichende Nazifizierung in den Herzen und Köpfen beträchtlicher Teile der Bevölkerung statt zu finden. Davon seien offensichtlich auch Teile der Sicherheitsbehörden nicht mehr ausgenommen. Im damaligen Saargebiet mündete diese Entwicklung dann am 13. Januar 1935 in dem über 90%igen Bekenntnis der Saarländer(innen) zu Hitler-Deutschland. „Wer kann denn heute noch ausschließen, dass die ein oder andere sogenannte bürgerliche Partei bei der nächsten Wahl mit der AFD koaliert?“, so die provozierende Frage des Vorsitzenden. Und was wäre, wenn wir dann eine(n) Innenminister(in) dieser rechtsradikalen Partei hätten? Österreich und Italien hätten es schon vorgemacht. Neueste Umfragen zeigten, dass die AFD schon zweitstärkste politische Kraft in Deutschland sei. Die Menschen in der übervoll besetzten „Alten Mühle" quittierten das mit kräftigem Applaus. Mit noch viel mehr Beifall und stehenden Ovationen bedachten die über 80 Besucher(innen) die Darbietungen der Marpinger Künstler(innen). „Brillant“, bestehend aus Jürgen Brill, Peter Morsch und Stefan Scharle, hatte sich an diesem Abend „verstärkt“ mit Clara und Clemens Brill (beide Geige) sowie Jakob Brill (Klarinette). In bewegenden Texten und Gedichten und musikalischen Arrangements brachten sie die Zuhörer(innen) immer wieder zu spontanem Beifall. Wenn Jürgen Brill von seinem „Onkel Gerd" erzählte, so hielt er uns genial den Spiegel vor Augen, in dem wir den allgegenwärtigen Alltagsrassismus klar erkennen konnten. Wenn Clara, Clemens und Jakob Brill sich in ihren Texten und Gedichten für Menschlichkeit, Empathie und Toleranz und gegen Hetze und Hass aussprachen, waren die Zuhörer(innen) tief bewegt. „Wann, wenn nicht jetzt“ fragte Jürgen Brill mit dem berühmten Lied von Rio Reiser, sollen wir der bedrohlichen Entwicklung in unserem Land entgegentreten? Die Veranstaltung am vergangenen Freitag, dem 21. September, machte für Marpingen einen hoffnungsvollen Anfang. Den Schlusspunkt des äußerst gelungenen Konzertes setzten die Musiker(innen) mit der Hymne "Imagine" von John Lennon: „Imagine there's no countries, It isn't hard to do, Nothing to kill or die for, And no religion too, Imagine all the people living life in peace, You may say I'm a dreamer, But I'm not the only one, I hope some day you'll join us, And the world will be as one". In diesem Sinne, liebe Leser(innen) dieser Zeilen, bitten wir Sie, überall, wo sie gerade sind, gegen menschenverachtende und demokratiefeindliche Sprüche und Handlungen die Stimmen zu erheben und zu zeigen, dass eine Rückkehr in die dunklen Zeiten der 1930er und 1940er Jahre heute keine Chance mehr hat. 

 

08. Mai 2018 - Lieder gegen das Vergessen

"9. Marpinger Mühlengespräche - Lieder gegen das Vergessen"

Liebe Leser(innen) dieser Zeilen, am 08. Mai 2018 ist es wieder soweit. Am Tag der Befreiung vom Nationalsozialismus, der sich zum 73. Mal jährt, gehen unsere 9. "Marpinger Mühlengespräche" über die Bühne. Dieses Mal mit "Liedern gegen das Vergessen - Heimweh, Hoffnung, Todesangst". Zusammen mit der Gemeinde und der evangelischen Kirchengemeinde St. Wendel präsentieren wir den Liedermacher Uli Valnion. Sein Programm enthält Lieder und Texte aus den Konzentrationslagern, traditionelle Lieder gegen den Krieg, aber auch eigene Texte und Melodien. Zwischen den Liedern gibt es Informationen und Anmerkungen zur Entstehung der Texte und ihren Verfassern. "Heimweh, Hoffnung, Todesangst" ist dennoch kein reines Liederprogramm. Die Geschichte der Kinder vom Bullenhuser Damm in Hamburg wird von Uli Valnion genauso intensiv und eindringlich erzählt wie die Geschichte des Zirkus Konzentraziani aus dem KZ Börgermoor. Bilder komplettieren den Vortrag. Auch bei diesem ernsten Thema vergisst der Liedermacher nicht, das Publikum einzubeziehen. Also bitte vormerken:

Lieder gegen das Vergessen
Dienstag, 08. Mai 2018, 19.00 Uhr,
Kulturzentrum "Alte Mühle", Schafbrücke 7, 66646 Marpingen

Erinnerungsstele am Standort der ehemaligen Synagoge in St. Wendel

Am 9. November 2016 wird unser Verein zusammen mit der Stadt und dem Landkreis St. Wendel am Standort der ehemaligen Synagoge in der Kreisstadt St. Wendel, Kelsweilerstraße 13, eine Erinnerungsstele an das jüdische Gotteshaus einweihen. Sie soll die seit 1981 am Nachbarhaus angebrachte Erinnerungstafel ergänzen. Diese Tafel mit ihrem verharmlosenden Text ist nahezu unsichtbar am Giebel des dort heute stehenden Hauses in mehr als 3 m Höhe angebracht und wurde und wird so gut wie nicht wahrgenommen. Die neue 1,6 m hohe Stele wird nun direkt unübersehbar am Rande des Bürgersteiges platziert. Sie zeigt neben dem Davidsstern auch ein Abbild der Synagoge und der darunter angefügte Text bezeugt, dass das Verbechen unter den Augen einer großen Menschenmenge von einheimischen Tätern begangen wurde.
Der einheimische Bildhauer und Künstler Egon Dewes aus Marpingen hat die Stele in unserem Auftrag angefertigt. Die Stadt und der Landkreis St. Wendel unterstützen die Aufstellung. Die heutigen Grundstückseigentümer haben den benötigten Platz zur Verfügung gestellt.

LPM-Fortbildung: "Gegen das Vergessen - Orte des NS-Terrors und des Widerstandes im Landkreis St. Wendel

Dienstag, 19.04.2016,
14.30 - 18.00 Uhr
Hotel Angels, Am Fruchtmarkt 5-9
666606 St. Wendel

  • Vorstellung der Broschüre "Gegen das Vergessen"
  • Einbindung in den historischen Kontext der Zeit des Nationalsozialismus an der Saar
  • Stadtführung zum Thema "Jüdisches Leben in der Kreisstadt St. Wendel in den 1930er Jahren"
  • Referenten:
    Eberhard Wagner, OStR a.D., Verein "Wider das Vergessen und gegen Rassismus"
    Wolfgang Johann, MA, "Aktion 3. Welt Saar"
  • LPM-Nr.: A4.133-1056
  • Anmeldungen unter Angabe der LPM-Nr. erbeten an:
    Landesinstitut für Pädagogig und Medien (LPM),
    Beethovenstraße 26
    66125 Saarbrücken-Dudweiler
    Tel.: 06897-7908-0
    Fax: 06897-7908-122
    E-Mail: lpm(at)lpm.uni-sb.de

27. Januar 2016 - Gedenkstunde anlässlich des "Nationalen Gedenktages an die Nazi-Verbrechen"

Am Sonntag, dem 24. Januar 2016, beging der Verein nunmehr zum 20. Mal den Nationalen Gedenktag an die Opfer der Naziverbrechen. Zahlreiche Teilnehmer(innen) konnte der Vorsitzende begrüßen. Besucher(innen) 27.01.2016

Unter ihnen die Staatssekretärin im Justizministerium, Dr. Anke Morsch, die Landtagsabgeordneten Dr. Magnus Jung, Herrmann Scharf und Karl Rauber sowie den ersten Beigeordneten der Gemeinde Marpingen, Volker Weber, und den stellvertretenden Ortsvorsteher von Urexweiler, Markus Barrois.

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