IBAN: DE09 5925 1020 0000 0924 78
Das "Tor der Einnerung" hat uns viel Geld gekostet.
Zur Kranzniederlegung anlässlich des Nationalen Gedenktages an die Opfer der NS-Barbarei laden wir ganz herzlichen.
Wann: Sonntag, 26. Januar 2025, 16.00 Uhr
Wo: Gedenkplatte an den Widerstandskämpfer Alois Kunz, der in Auschwitz ermordet wurde. Neben der Katholischen Kirche in Marpingen.
Die Ansprache hält unser Vorstandsmitglied Pfarrerin Christine Unrath, die musikalische Umrahmung übernimmt unser Mitglied Jürgen Brill.
Nach der Veranstaltung sind alle Teilnehmer(innen) wie jedes Jahr zum gemütlichen Meinungsaustausch ins Mariencafe eingeladen.
Einweihung unserer Gedenkstätte - Tor der Erinnerung
Liebe Leser(innen) dieser Zeilen,
am Jahrestag der Befreiung von der Nazi-Diktatur, dem 08. Mai 2024, werden wir unsere Gedenkstätte an die im Zuge der Shoah ermordeten St. Wendeler Jüdinnen und Juden und weiterer Opfergruppen der NS-Barbarei" einweihen.
Die Gedenkstätte wird errichtet zentral in der St. Wendeler Innenstadt, unmittelbar vor der Evangelischen Stadtkirche und gegenüber des Hauptplatzes der Stadt, dem Schlossplatz. Sie besteht aus drei schwarzen Granitstelen (0,5 x 2,0 m) und symbolisiert in ihrem Aussehen ein Tor, zwei senkrechte Stelen und ein Sturz darüber. Das Tor kann man durchschreiten. Alle Seiten der Steine sind beschriftet bzw. bebildert.
- - 2 Stelenseiten zur Straßenseite hin: 34 Namen mit Geburts- und Todesdatum im Zuge der Shoah ermordeter St. Wendeler Jüdinnen und Juden
- - 2 Innenseiten: rechts und links je ein Foto von jüdischem Leben in den 1930er Jahren, um zu zeigen, dass jüdische Menschen nicht nur Opfer waren, sondern wichtige Teilnehmer(innen) des sozialen und wirtschaftlichen Lebens der Kreisstadt
- - 2 Außenseiten: weitere Opfergruppen der NS-Barbarei, zum Teil mit Namensnennung
- - Sturz mit Inschriften in Deutscher und Hebräischer Schrift
- - 2 Stelenseiten Kirchenseite: Gebet der Frauen aus dem Frauen-Konzentrationslager Ravensbrück
Die Gedenkstätte wird eingweiht am:
Wann: Mittwoch, dem 08. Mai 2024, um 16.30
Wo: 66606 St. Wendel, Platz vor der Evangelischen Stadtkirche im Zentrum der Kreisstadt
Unser Spendenkonto: IBAN: DE09 5925 1020 0000 0924 78
Weitere Informationen unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Mehr als 100 Teilnehmer(innen) am Gedenktag an die Opfer der Nazi-Verbrechen am 28.01.2024.
Liebe Leser(innen) dieser Zeilen, mehr als 100 Bürger(innen) ließen es sich nicht nehmen, an unserer Kranzniederlegung anlässlich des Nationalen Gedenktages an die Nazi-Verbrechen teilzunehmen. Sie zeigten damit, dass ihnen die Wachhaltung der Erinnerung an die NS-Verbrechen wichtig ist und dass sie zugleich ein Zeichen setzen wollten gegen die verstärkten rechtsextremistischen Vorgänge in unserem Lande. Der Vereinsvorsitzende konnte auch zahlreiche Politiker(innen) begrüßen, unter ihnen der Landrat Udo Recktenwald, die Landtagsabgeordneten Nadja Schindelhauer und Hermann Scharf, der Bürgermeister der Gemeinde Marpingen, Volker Weber, sowie die Beigeordnete der Kreisstadt, Elisabeth Grob. Neben mehreren Kreis- und Gemeinderatsmitgliedern waren auch die Ortsvorsteher der 4 Marpinger Ortsteile zugegen. Einleitend wies der Vereinsvorsitzende auf die frappierenden Ähnlichkeiten heute zu den Jahren 1932/1933/1934 hin. Damals liefen nach und nach die Mitglieder und Anhänger(innen) der bürgerlichen Parteien und auch große Teile der christlichen Kirchen zu den Nationalsozialisten über. In ihrer bewegenden Ansprache erinnerte unser Vorstandsmitglied Pfarrerin Christine Unrath an den mutigen Marpinger Widerstandskämpfer Alois Kunz, der im Vernichtungslager Auschwitz wegen seines Kampfes gegen das Nazi-Regime ermordet wurde. Kunz sei ein Vorbild damals gewesen und auch heute. Er stand nach der Abstimmungsentscheidung vom 13. Januar 1935 für Hitler-Deutschland ziemlich alleine in Marpingen – mehr als 96 % der Marpinger Bevölkerung hatten für den NS-Staat gestimmt. Er wurde diskriminiert und schikaniert, man warf die Fensterscheiben in seinem Haus ein, er verlor seinen Arbeitsplatz in der Grube Maybach. Kaum ein Marpinger hielt mehr zu ihm. Das hatte Auswirkungen bis in die heutige Zeit. Oftmals hörte man in Marpingen auch in jüngster Vergangenheit noch, „Kunz hätte ja das Maul halten können, dann wäre er nicht nach Auschwitz gekommen“. Der NSDAP-Ortsgruppenleiter zeigte ihn schließlich an und er kam ins KZ, wo er am 23. Oktober 1942 ermordet wurde. Pfarrerin Unrath schloss ihre Ansprache mit den mahnenden Worten ihres ehemaligen evangelischen Parrerskollegen Martin Niemöller, der ebenfalls im KZ einsaß: „Als die Nazis die Kommunisten holten, habe ich geschwiegen; ich war ja kein Kommunist. Als sie die Gewerkschafter holten, habe ich geschwiegen; ich war ja kein Gewerkschafter. Als sie die Juden holten, habe ich geschwiegen; ich war ja kein Jude. Als sie mich holten, gab es niemand mehr, der protestieren konnte.“
Spenden für die Arbeit des Vereins können Sie auf folgendes Konto einzahlen: IBAN: DE09 5925 1020 0000 0924 78
Liebe Leser(innen) dieser Zeilen,
wir laden Sie ganz herzlich zur Teilnahme an unserer Kranzniederlegung anlässlich des Nationalen Gedenktages an die Opfer der Nazi-Verbrechen ein.
Wann: Sonntag, 28. Januar 2024 um 16.00 Uhr.
Wo: Gedenkplatte an Alois Kunz, neben der Katholischen Kirche in Marpingen
Es passieren gruselige Dinge in unserem Land. Die politischen Rechtsaußen vernetzen sich immer mehr und bereiten sich auf die Situation vor, wenn sie regierungsbildende Mehrheiten erlangen. Das könnte in den Ost-Bundeländern Thüringen, Sachsen und Brandenburg in diesem Jahr eintreten. Das Treffen von Rechtsradikalen in Potsdam, um einen „Masterplan“ über die Ausweisung („Remigration“) von „Nicht-Bio-Deutschen“ zu beraten und zu erstellen, hat offensichtlich große Teile unserer Bevölkerung aufgeweckt. Die zahlreichen Massendemonstrationen haben das gezeigt. Viele fühlen sich an die „Wannseekonferenz“ vom 20 Januar 1942 erinnert und wollen sich öffentlich gegen diese Pläne positionieren. Das können auch Sie, liebe Leserinnen und Leser dieser Zeilen, tun, indem Sie zu unserer Kranzniederlegung kommen. Setzen Sie ein Zeichen gegen den Rechtsruck in unserer Gesellschaft, damit sich die schlimme NS-Geschichte nicht wiederholt. Zeigen Sie Flagge.