Das alternative Heimatbuch

Liebe Leser(innen) dieser Zeilen, wir laden Sie herzlich ein zur Kranzniederlegung zur Erinnerung an die Reichspogromnacht vom 9. November 1938. 

Dienstag, 9. November, 16 Uhr,
Standort der ehemaligen Synagoge in St. Wendel, Kelsweilerstraße 13.

Ein Zeichen setzen gegen Rassismus

Liebe Leser(innen) dieser Zeilen,
unser Verein hat den hier abgebildeten Autoaufkleber herstellen lassen, den wir hiermit der Öffentlichkeit vorstellen wollen. Spätestens seit dem Tod von George Floyd in den USA vor einem Jahr durch eine unglaublich brutale Polizeigewalt, dürfte den meisten („weißen“) Menschen klar geworden sein, dass rassistische Einstellungen tatsächlich für Menschen mit dunkler Hautfarbe tödlich sein können. Deshalb haben wir diesen Autoaufkleber erstellen lassen. Jede(r) „Weiße“, die(der) ihn an die Heckscheibe des Autos klebt, zeigt damit Ihre (seine) Solidarität mit dunkelhäutigen („schwarzen“) Menschen und dass sie(er) sich gegen jegliche Form von Rassismus ausspricht. Rassismus zeigt sich alltäglich in vielen unserer Verhaltensformen. Er ist das Märchen, dass dunkelhäutige („schwarze“) Menschen spezifische angeborene Eigenschaften haben, die man bei der Gruppe der „weißen“ Menschen so nicht findet. Meistens werden diese zugeschriebenen Eigenschaften mit negativen Kontexten belegt. Kurz gesagt: dunkelhäutige („schwarze“) Menschen sind in den Augen von Rassist(inn)en minderwertige Menschen. Gott sei Dank hat sich in unserer Gesellschaft in den letzten Jahren ein Wandel vollzogen. Das Problem wird thematisiert. Das böse „N-Wort“ ist dank dieser Thematisierung auAutoaufkleber Rassismus 346s dem öffentlichen Sprachgebrauch so ziemlich verschwunden. Die meisten „weißen“ Menschen wissen und fühlen mittlerweile, dass dieses Wort diskriminiert und beleidigt. Und sie merken vielleicht, dass es an die Zeit des europäischen Kolonialismus und Sklavenhandels erinnert, wo unglaubliche Verbrechen an dunkelhäutigen („schwarzen“) Menschen verübt wurden und man auch pseudo-wissenschaftlich nachweisen wollte, dass „schwarze“ Menschen den „Weißen“ in allen Belangen haushoch unterlegen seien. Auf all das wollen wir mit unserem Autoaufkleber hinweisen und hoffen, dass sich viele Menschen an unserer Aktion beteiligen.
Sie können den Aufkleber unter der E-Mailadresse Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! kostenlos anfordern. Es gibt ihn in 2 Größen, in DIN A8 (52 x 74 mm) und in DIN A6 (105 x 148 mm).

Liebe Leser(innen) dieser Zeilen,

in diesem Jahr werden „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ gefeiert und unser Verein möchte darauf hinweisen, dass es auch in St. Wendel eine lange jüdische Tradition gab, die leider am 22. Oktober 1940 mit der Deportation der letzten vier jüdischen St. Wendeler Bürger(innen) nach Gurs endete.

Aus diesem Grunde und auch um die St. Wendeler Bürger(innen) über die jüdische Geschichte der Kreisstadt zu informieren, haben wir den Flyer "Jüdisches Leben in der Kreisstadt St. Wendel in den 1930er Jahren" erstellt, der am 9. April 2021 als Einlage in der Zeitung „Blickpunkt St. Wendel“ an alle Haushalte der Kreisstadt in einer Auflage von 12.250 Exemplaren verteilt wurde.


Der ganz in gelb gehaltene Flyer soll in der gebotenen Kürze darüber informieren, welch ein außergewöhnliches jüdisches Leben sich von Ende des 19. Jahrhunderts bis Anfang der 1930er Jahre des vorigen Jahrhunderts in der Kreisstadt entwickelt hatte.

In dem Flyer wird überblickartig über die jüdische Geschichte St. Wendels informiert. Man kann u.a. lesen, wie groß die jüdischen Gemeinden im Kreis St. Wendel waren, welche jüdischen Unternehmen, von denen einige näher dargestellt werden, es in der Kreisstadt gab, wo ihre Standorte waren, wo ihre Eigentümer(innen) wohnten und welches Schicksal sie in der NS-Zeit erleiden mussten. Wir erinnern an die Zerstörung der Synagoge am 10. November 1938 und benennen alle jüdischen St. Wendeler(innen), die im Zuge der Shoah ermordet wurden, beim Namen.

Liebe Leser(innen) dieser Zeilen, 
das Onlinekonzert anlässlich des Nationalen Gedenktages an die Opfer der Nazi-Verbrechen finden Sie auf der Video-Plattform Youtube. Einfach in der Suchfunktion "Jürgen Brill Marpingen" eingeben oder direkt folgenden Link: https://www.youtube.com/watch?v=nHUg-0dJJKo .
Schauen Sie auch in den Menüpunkt "27. Januar". Dort finden Sie die wegen "Corona" nicht gehaltene Ansprache des Vereinsvorsitzenden unter den Redebeiträgen.

8. Mai – 75 Jahre Tag der Befreiung vom Nazi-Regime

Liebe Leser(innen) dieser Zeilen, heute vor 75 endete die dunkelste Zeit in unserer deutschen Geschichte – das NS-Regime kapitulierte bedingungslos. Heute sehen wir dieses Datum als Tag der Befreiung an, erstmals 1985, 40 Jahre nach dem Ende des 2. Weltkrieges, vom damaligen Bundespräsidenten v. Weizsäcker so benannt. Davor und ganz besonders im Mai 1945 war dieser Tag für die meisten Deutschen der Tag der Niederlage. In ganz Europa feierte man jubelnd den Sieg über Hitler-Deutschland als Befreiung, nur in Deutschland herrscht allenthalben Niedergeschlagenheit. Hier hatte man sich bis zur letzten Patrone gegen die Niederlage gewehrt. In seinem Buch „Lügendetektor – Vernehmungen im besiegten Deutschland 1944/45“ beschreibt Saul K. Padover, ein Sohn ausgewanderter österreichischer Juden, die Stimmung am 8. Mai 1945 folgendermaßen: „Mittags überquerten wir bei Mainz den Rhein. Überall sahen wir trübsinnige, schweigsame Deutsche, die mit keiner Geste, mit keinem Zeichen zu erkennen gaben, dass sie wussten, dass die ganze Welt ihre Niederlage feierte.“